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Das ändert sich im März 2017

Das ändert sich im März 2017

Marihuana als Heilmittel

Ab März wird wahr, was viele Schwerkranke sich in Deutschland schon lange erhoffen: Sie bekommen Cannabis auf Rezept. Der Eigenanbau bleibt allerdings verboten. Der Bundestag hat beschlossen, dass Krankenkassen die Therapie bezahlen müssen, wenn der Arzt die Substanz verschreibt. Die Gesetzesänderung betrifft nach wie vor aber nur eine kleine Gruppe Schwerkranker, bei denen zum Beispiel andere Therapieformen bereits versagt haben. "Das ist ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Palliativversorgung", erklärte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Auch Marlene Mortler (CSU), Drogenbeauftragte der Bundesregierung, begrüßte den Schritt: "Wem Cannabis wirklich hilft, der soll Cannabis nun auch bekommen können, in qualitätsgesicherter Form und mit einer Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen." Außerdem wird mit der Gesetzesänderung eine Begleitstudie beginnen. Sie soll der Wirksamkeit der Cannabis-Therapie auf den Grund gehen.

Der neue Pass ist da!

Für alle Deutschen gilt ab dem 1. März: Es gibt fälschungssichere Reisepässe. Das bedeutet aber nicht, dass alte Reisepässe erneuert werden müssen. Nur wer ab jetzt einen neuen beantragt, bekommt die neue, runderneuerte Generation. Er ist kleiner, als der alte, zu 99,9 Prozent fälschungssicher und ermöglicht eine schnelle Identifizierung. Das Cover ist flexibler, nicht mehr so starr. Die eigentliche Passkarte mit dem Foto des Inhabers ist jetzt aus Kunststoff, nicht mehr aus laminierten Papier. Auf der rechten Seite ist sind nun in einem kleinen Sichtfenster alle (biometrischen) Daten und personalisierte Informationen enthalten Zudem besteht jede Innenseite aus einem neuen Sicherheitspapier mit Wasserzeichen. Unter UV-Licht ist auf den Mittelseiten das Brandenburger Tor zu sehen.

DVB-T ist Geschichte

In der Nacht zum 29. März 2017 könnte so mancher Fernsehzuschauer in Deutschland plötzlich vor einem schwarzen Bildschirm sitzen – falls das TV-Signal über Antenne empfangen wird. Denn in dieser Nacht wird das Signal von DVB-T auf den neuen Standard DVB-T2 HD umgestellt. Über das digitale Antennenfernsehen gibt es dann keinen Empfang mehr. Was können Nutzer tun, um weiter wie gewohnt fernsehen zu können? Wer das Signal empfangen will, benötigt eine entsprechende Settop-Box, die auch die neue, datensparsamere Videocodierung HEVC unterstützt. Insgesamt bieten derzeit 24 Hersteller solche Geräte an, die auch das alte Signal noch empfangen. Auch manche Fernseher können DVB-T2 auch direkt ohne Zusatzbox empfangen. Insgesamt seien in Deutschland von der Umstellung 7,4 Millionen Haushalte betroffen.

Neues Kennzeichen für Roller und Mopeds

Am 1. März brauchen alle Mopeds, Roller und Mofas ein neues Versicherungskennzeichen. Auch Quads und S-Pedelecs fallen unter diese Regelung. Das Nummernschild ändert in jedem Versicherungsjahr seine Farbe. Im Versicherungsjahr 2017/2018 ist das Kennzeichen schwarz. Bislang waren die Zeichen grün.

Postfächer wieder kostenpflichtig

Ab dem 1. März 2017 müssen sich Kunden der Deutschen Post auf höhere Gebühren einstellen: Wer beim Unternehmen ein Postfach nutzt, der muss dafür jetzt jährlich 19,90 Euro zahlen. Die Änderung betrifft Privatkunden und Gewerbetreibende gleichermaßen. Bisher mussten Kunden für die Einrichtung eines Postfaches lediglich einen Einmalbetrag von 15 Euro bezahlen. Schon einmal mussten Kunden der Post ihr Postfach bezahlen: 1979 ging es dabei um 12 D-Mark. Die Deutsche Post begründet die Wiedereinführung der jährlichen Postfach-Gebühr mit gestiegenen Immobilienpreisen, der Instandhaltung und Unterhaltung der Postfächer und höheren Stromkosten. Neukunden müssen bereits seit Juli 2016 dafür bezahlen, dass sie ihre Briefe selbst in einer Postfiliale abholen. Jeder fünfte Brief soll derzeit in einem Postfach landen, so ein Sprecher des Unternehmens. Bei 818.000 Postfächern ergibt sich durch die neuen Postfach-Mietkosten rechnerisch für die Post ein Zusatzerlös von rund 16 Millionen Euro im Jahr.

Neues Kindergeldkonto in Österreich

Ab 1. März freuen sich Eltern in Österreich über das neue Kindergeldkonto: Das flexibel wählbare Kindergeldkonto ermöglicht eine taggenaue Betreuungszeit. Laut Bundesministerin Sophie Karmasin erfüllt die Bundesregierung so den großen Wunsch der Bevölkerung nach mehr Flexibilität: "Das neue Kindergeldkonto wird für Geburten ab 1. März 2017 zahlreiche Verbesserungen für Familien bringen. Insbesondere mehr Flexibilität, Fairness und Partnerschaftlichkeit für die frischgebackenen Mütter und Väter", so Familienministerin Sophie Karmasin im Plenum des österreichischen Nationalrats. Auch in Puncto Gleichstellung von Mann und Frau seien zahlreiche, neue Anreize geschaffen worden: Etwa der Partnerschaftsbonus bei nahezu gleichen Betreuungszeiten von Vater und Mutter, oder der Familienzeitbonus. 

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Autor: Nadja Gharany