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Payback, DeutschlandCard und Co.: Kleiner Rabatt für viele Daten

Bares Geld zurück?

Payback, DeutschlandCard und Co.: Kleiner Rabatt für viele Daten

"Haben Sie eine Payback-Karte?" Diese Fragen bekommen wir fast täglich an der Kasse beim Einkaufen gestellt. Die Payback-Karte verspricht, wie viele andere Treue- und Kundenkarten auch, satte Rabatte und bares Geld. Das System überrollt inzwischen auch den Online-Markt mit sogenannten Cashback-Portalen. Doch wie viel lässt sich dadurch wirklich sparen und wie groß ist der Aufwand?

So funktioniert das System mit dem Punktesammeln

Payback ist die meistgenutzte Treuekarte in Deutschland. Das System ist einfach: Je nach Umsatz bekommt der Käufer Punkte bei den Partnern. Etwa einen Punkt je einen Euro Umsatz bei dm oder je zwei Euro Umsatz bei Rewe. Mit den gesammelten Punkten kann man später an der Kasse bezahlen oder sich einen Gutschein ausstellen lassen. Dabei werden 100 Punkte in einen Euro umgetauscht. Ohne Sonder-Coupons für mehrfaches Punkten, entspricht das ungefähr einem Rabatt von 0,5 bis 1 Prozent.

Kundenkarten unterschiedlicher Händler funktionieren nach einem sehr ähnlichen oder gar demselben Prinzip: Beim Einkaufen Punkte sammeln und später als Rabatt einlösen.

Bares Geld beim Online-Shopping sparen

Inzwischen erobern diese Cashback-Systeme auch das Internet. Cashback-Portale versprechen hier große Ersparnisse beim Online-Shoppen. Doch dafür muss man sich erstmal einen Überblick im Portal-Dschungel verschaffen. Dabei empfiehlt es sich, genau hinzuschauen und zu vergleichen: Welche Portale bieten wie viel Nachlass bei dem gewünschten Händler an? Der Nachlass bezieht sich dabei immer auf den Nettopreis der Ware (also ohne Mehrwertsteuer).

Kauft man schließlich über Cashback bei einem Shop ein, bekommt das Portal Provision von diesem. Davon erhält der Käufer einen Teil zurück. Wie hoch die Rabatte sind, hängt von den Produkten und der jeweiligen Gewinnspanne ab. So sind es bei Elektrogeräten oft um die drei Prozent, bei Kleidung lassen sich bis zu sechs Prozent rausschlagen und bei Schuhen sogar teilweise mehr als zehn Prozent, wie das ZDF unter Berufung auf Finanztest berichtet. Aber Vorsicht: Gutschriften für getätigte Einkäufe haben bei vielen Portalen ein Ablaufdatum. Daher unbedingt das Kleingedruckte lesen.

Kleine Rabatte kosten viele persönliche Daten

Ablaufende Fristen sind aber nicht das einzige Manko bei der Punkte-Sammelei. Gerade bei Online-Portalen muss zunächst verglichen werden, wo es überhaupt für den gewünschten Shop Rabatte gibt und wie viel sich dort sparen lässt. Hat man sich einmal angemeldet und sich einen Nachlass gesichert, darf man sich auf Werbemails freuen. Die Rabatte lassen sich Unternehmen nämlich teuer bezahlen – und zwar mit den persönlichen Daten der Kunden. "Das ist ein schlechter Deal", sagt Christian Thorn vom Bundesverband der Verbraucherzentralen der "WELT".

Immerhin geben Nutzer dieser Bonusprogramme freiwillig empfindliche Daten zu ihren Einkaufs- oder Reisegewohnheiten preis. Das hilft Unternehmen nicht nur bei passgenauen Werbestrategien, sondern könnte auch für Versicherungen von Nutzen sein, die gesammelte Daten auf Risikofaktoren überprüfen.

Die Verbraucherzentrale warnt auf ihrer Website vor dem gläsernen Kunden. Daher sollten Teilnehmer von Cashback-Programmen äußerst vorsichtig dabei sein, welche Daten sie verraten. Außerdem verleiten Bonussysteme gern zum Tunnelblick. Es wird bevorzugt immer bei den Partnern der Treuekarte eingekauft, denn hier gibt es ja Punkte und Rabatte abzustauben. Dabei könnten dieselben Produkte bei anderen Händlern günstiger sein (auch ohne Punkte-Nachlass).

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Autor: Simone Vinnbruch