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So gefährlich sind Schulden

So gefährlich sind Schulden

Schulden können Existenzen zerstören und Staaten in den Krieg führen. Aber können Schulden auch gut sein? Und wo sind die Grenzen beim Schuldenmachen? Wir erklären Ihnen, wie gefährlich Schulden wirklich sind.

Ist Schuldenmachen sinnvoll?

Schulden haben ein negatives Image, doch sie können auch gut sein. Nämlich dann, wenn Sie damit investieren und die Wirtschaft ankurbeln. Aber von vorne:
Schulden werden zuerst nur auf dem Papier, in Form eines Vertrages, gemacht. Der Kredit wird vom Schuldner dann später beglichen. Schafft er es nicht seinen Kredit zu begleichen, geht sein Haus - oder seine gegebene Sicherheit -  an die Bank. Das heißt, machen Sie Schulden für ein Haus, ein Auto oder einen Urlaub ist Ihr Schulden-Risiko sehr hoch. Haben Sie die Möglichkeit, einen Kredit aufzunehmen und damit als Vermieter in ein Haus zu investieren und Wohnungen zu vermieten, dann ist Ihr Schuldenrisiko relativ gering. Wer mit Schulden investiert, dem winkt am Ende sogar Gewinn. Kurzgefasst heißt das also, Konsumschulden sind schlechte Schulden, Investitionsschulden können gute Schulden sein.

Die Schuldenquote als wichtige Größe

Von den Schulden anderer lebt dagegen eine ganze Finanzindustrie. Es wird mit Schuldpapieren gehandelt und auf Staatsbankrotte gewettet. Die Not der einen, lässt andere wiederum ordentliche Gewinne einfahren. Ein Land ist dann gefährdet, wenn seine Schulden die gesamte Wirtschaftsleistung gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) übersteigt.

Für die Euro-Zone gilt folgende Faustregel: Die Schulden sollten nicht höher sein als 60% des BIP. Doch die meisten Staaten liegen darüber. Die Länder Italien, Griechenland und Portugal sind in Punkto Schulden weiterhin Europas Sorgenkinder. Sie gehören zu den meist verschuldeten Ländern der Welt.

Der Teufelskreis beginnt, wenn Anleger das Vertrauen in die Kreditwürdigkeit der Staaten verlieren. Je höher das Risiko, desto höher sind die Zinsen, die sie für ihre Kredite verlangen. Die betroffenen Staaten brauchen dann wieder mehr Kredite, um die steigenden Zinsen zu tilgen. Ist das Vertrauen zerstört wie z.B. bei Griechenland, will niemand dem Staat mehr Kredite geben. Die Staatspleite droht. Doch der Staat braucht das Geld, um die Wirtschaft anzukurbeln: für den Bau von Straßen und Schulen. Also um in die Zukunft zu investieren, damit schafft er Jobs für jetzt und später und nimmt gleichzeitig mehr Steuern ein und macht am Ende auch wieder mehr Gewinn. Schulden sind also nur solange gut, solange sie noch beglichen werden können.

Schulden weltweit

Seit dem Jahr 2000 haben sich alle Schulden von Firmen, Staaten und Privatpersonen weltweit mehr als verdoppelt: Rund 280 Billionen, dreimal mehr als die gesamte Weltwirtschaftsleistung.

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Autor: Redaktion