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Fritz ist tot, Trump twittert über Frauen und Erdogan zieht Nazi-Vergleich

Das war die News-Woche

Fritz ist tot, Trump twittert über Frauen und Erdogan zieht Nazi-Vergleich

Jede Woche überschlagen sich die News. Sie wollen nichts mehr verpassen – kein Problem! News-insider.de fasst für Sie im kompakten Wochenrückblick die wichtigsten Ereignisse zusammen.

Wetter-Phänomen: Tornado deckt Häuser ab

Schreckmoment in Unterfranken: In Kürnach bei Würzburg wurde am späten Donnerstagnachmittag ein Tornado beobachtet. "Es wurden 20 bis 30 Dächer abgedeckt, zwei Bäume umgeknickt und Gartenhäuschen umgeweht", sagte ein Polizeisprecher. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Zur Schadenshöhe lassen sich allerdings noch keine Angaben machen. Mehrere Augenzeugen haben das Wetterphänomen beobachtet und ihre Bilder auf Twitter gepostet. Der Tornado hatte sich innerhalb einer Gewitterzelle entwickelt und reichte von der Gewitterwolke bis zum Boden.

 

#Tornado fegt über Deutschland und verwüstet zahlreiche Häuser #Kürnach https://t.co/JgGbA5BrgE pic.twitter.com/Eac7aZ0VQy

— TAG24 Erzgebirge (@TAG24ERZ) 9. März 2017

 

Amoklauf: Neun Verletzte nach Axt-Attacke in Düsseldorf 

Neun Verletzte, darunter vier schwer – das ist die traurige Bilanz des Axt-Angriffs am Düsseldorfer Hauptbahnhof. Die gute Nachricht: Alle Opfer sind außer Lebensgefahr, wie die Uniklinik mitteilt. Auch der mutmaßliche 36-jährige Täter, der vermutlich aus dem Kosovo stammt, wird dort behandelt und ist ebenfalls außer Lebensgefahr. Von einem terroristischen Hintergrund der Tat gehen die Ermittler derzeit nicht aus. Am Donnerstagabend (9. März) hatte der Mann erst in einer S-Bahn, dann im Bahnhof mit einer Axt wahllos auf Passanten eingeschlagen. Anschließend wurde er, nach kurzer Flucht über die Gleise, festgenommen. Er habe sich in einer "psychischen Ausnahmesituation" befunden, so ein Polizeisprecher. Hinweise auf ein extremistisches oder islamistisches Motiv hat es zu keiner Zeit gegeben. Nach der Tat war der Düsseldorfer Hauptbahnhof zunächst weitläufig abgesperrt und evakuiert worden. Mittlerweile fahren alle Züge wieder planmäßig.

 

Hauptbahnhof Düsseldorf: Polizei meldet neun Verletzte nach Axt-Angriff https://t.co/036snA2ZP8

— RP Online Düsseldorf (@rpo_duesseldorf) 10. März 2017

 

Lacher der Woche

Donald Trump twittert zum Weltfrauentag am 8. März: "Ich habe außerordentlichen Respekt für Frauen und die vielen Rollen, die sie einnehmen, die unerlässlich für die Struktur der Gesellschaft und Wirtschaft sind". Prompt erntete der US-Präsident Häme für seinen Tweet, denn das Netz vergisst nicht. Wie etwa seine sexistischen Kommentare, die bei einer Aufnahme aus dem Jahr 2005 entstanden und während des Wahlkampfes an die Öffentlichkeit gelangten: "Küss' sie einfach, warte nicht … Fass ihnen an die Pussy … Wenn du ein Star bist, lassen sie dich alles machen", ist Trump in der Aufnahme zu hören. 

 

I have tremendous respect for women and the many roles they serve that are vital to the fabric of our society and our economy.

— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) 8. März 2017

 

Trauer: Eisbär-Baby Fritz ist tot 

Es war ein "schwarzer Tag" für den Berliner Tierpark, sagt Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem am Dienstagmittag (7. März). Denn am Abend zuvor starb der kleine Eisbär Fritz an den Folgen einer schweren Leberentzündung. Seine Pfleger hatten ihn morgens völlig träge im Stall seiner Mutter Tonja entdeckt. Schnell brachten sie das Tierbaby ins benachbarte Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Dort kämpfte das Ärzteteam 12 Stunden um das Leben des kleinen Bären, leider ohne Erfolg. "Ich musste zusehen und konnte nicht helfen", sagte Knieriem der "Berliner Morgenpost". Jetzt muss die Obduktion zeigen, was zum Multiorganversagen des Eisbär-Babys geführt hat. Unterdessen werden bereits Stimmen laut, die ein Verbot der Eisbär-Zucht in Tierparks forder

 

 

Unser Fritz hat die Nacht nicht überlebt. Unglaublich, wie schnell uns dieser kleine Eisbär ans Herz gewachsen ist. https://t.co/TUUnSJ2cLd pic.twitter.com/SEmNw8qX7v

— Zoo Tierpark Berlin (@zooberlin) 7. März 2017

 

Polit-Aufreger: Erdogans Nazi-Vergleich 

Jetzt hat er den Bogen überspannt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verärgerte diese Woche mit seinem Nazi-Vergleich nicht nur die Bundesregierung, sondern auch den Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu. In einem Gespräch mit dem Radiosender NDR Info wirft dieser dem Präsidenten vor, mit seinen jüngsten Äußerungen dem deutsch-türkischen Verhältnis zu schaden. Erdogan hatte den deutschen Behörden vorgeworfen, mit dem Verbot von Wahlkampfauftritten türkischer Politiker zu handeln wie in der Nazi-Zeit. Grund für die Aufregung war eine Veranstaltung mit dem türkischen Justizminister Bekir Bozdag in der Festhalle in Gaggenau, die wegen Sicherheitsbedenken abgesagt worden war. Die Bundesregierung reagierte empört auf die Provokation: "Gleichsetzungen der Politik des demokratischen Deutschlands mit der des Nationalsozialismus weisen wir entschieden zurück", so Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag. "Ohnehin sind NS-Vergleiche immer absurd und deplatziert, denn sie führen nur zu einem, nämlich dazu, die Menschheitsverbrechen des Nationalsozialismus zu verharmlosen. Das disqualifiziert sich von selbst." 

 

Kanzlerin #Merkel zu den Äußerungen des türkischen Staatspräsidenten Erdoğan. pic.twitter.com/smTUjdr4ob

— Steffen Seibert (@RegSprecher) 6. März 2017

 

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Autor: Andrea Huber