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So will die Deutsche Bahn ihr Verspätungsproblem lösen

So will die Deutsche Bahn ihr Verspätungsproblem lösen

Dass die Deutsche Bahn ihre Kunden immer wieder mit Verspätungen verärgert, hat wohl jeder Bahnfahrer schon selbst erleben müssen. Jetzt will der Konzern seine Verspätungen endlich in den Griff bekommen. Und das kostet natürlich.


Verspätungsquote soll reduziert werden


Der Plan der Deutschen Bahn sieht vor, die Marke von 80 Prozent pünktlichen Zügen im Fernverkehr zu erreichen. Noch im August dieses Jahres lag die Pünktlichkeitsquote unter 70 Prozent. Laut Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla will die Deutsche Bahn nun künftig mehr an den Wochenenden und nachts bauen. Wie man die durch Schichtlagen entstehenden Mehrkosten finanziert, darüber müssen man laut Pofalla auch mit dem Bund sprechen.

Täglich sind es rund 800 Baustellen im Gleisnetz, die die Verspätungen zum Ärger der Bahnkunden verursachen. Neben des neuen Baustellenmanagements sollen auch die Digitalisierung des Netzes und eine stabilere Fahrzeugtechnik zur angepeilten 80-Prozent-Marke verhelfen.

Vor einigen Tagen hatte Konzern-Chef Richard Lutz einen Brandbrief an die Führungskräfte des Konzerns geschickt. In dem vierseitigen Brief zeichnete er ein düsteres Bild der Lage der Deutschen Bahn. Darin erklärte der Bahn-Chef, dass er kurzfristig die Kosten senken wolle und bemängelte gleichzeitig auch die geringe Pünktlichkeitsquote. Diese war im August schlechter als im Jahr 2015, als die bahn mit dem Projekt „Zukunft Bahn“ gestartet sei. Ziel sei es, dass vier von fünf Fernzügen, also 80 Prozent, weniger als sechs Minuten Verspätung haben.

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Autor: Redaktion