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Tasmanischer Teufel: Rettung in letzter Sekunde?

Tasmanischer Teufel: Rettung in letzter Sekunde?

Noch ein Tier, das leider vom Aussterben bedroht ist: Der Tasmanische Teufel kommt heute nur noch in Tasmanien vor. Zusätzlich sieht sich die Art seit zwei Jahrzehnten durch einen Krebs bedroht, Devil Facial Tumour Disease (DFTD) genannt, der sich unter den noch verbleibenden Tieren ausbreitet. Er hat die Population um etwa 80 Prozent schrumpfen lassen.

Gesunde Exemplare gefunden

Forscher erlebten jetzt auf einer achttägigen Expedition im Südwesten der tasmanischen Halbinsel eine Sensation: Sie stießen auf 14 gesunde Tasmanische Teufel. Diese Entdeckung könnte den Wissenschaftlern dabei helfen, die Beuteltiere vor dem Aussterben zu bewahren. Denn so können sie jetzt erforschen, inwiefern sich das gesunde von dem kranken Erbgut unterscheidet. Außerdem helfen die gesunden Tiere, den Genpool aufzufrischen.

Schuld an der schnellen Ausbreitung der Seuche könnte die geringe genetische Vielfalt unter den Beutelttieren sein. Das macht vor allem das Immunsystem sehr angreifbar. Die ansteckende Tumorerkrankung hatte deshalb bisher leichtes Spiel. Die Erkrankung wird meist bei Kämpfen oder bei der Paarung übertragen.

Der Raubbeutler ist vermutlich schon im 14. Jahrhundert auf dem australischen Festland ausgestorben. Wissenschaftlich beschrieben wurde das Beuteltier erst Anfang des 19. Jahrhunderts.

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Autor: Nadja Gharany