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Vertrieben aus dem Paradies:

Umwelt

Vertrieben aus dem Paradies: "The Beach" wird geschlossen

Seit der Roman "The Beach" (2000) mit Hollywood-Star Leonardo DiCaprio in die Kinos kam, herrscht in der Bucht, in der der Film gedreht wurde, der absolute Ausnahmenzustand. Damit ist es nun aber erstmal vorbei. Die Maya Bay, so der offizielle Name dieses Strandes auf der Insel Ko Phi Phi, ist seit dem 1. Juni 2018 für vier Monate gesperrt.

Die Umweltschäden sind in den 18 Jahren seit Erscheinen des Filmes so heftig geworden, dass die Regierung sich zu diesem Schritt gezwungen fühlte. Bis November 2018 soll die Natur Zeit bekommen, sich zu erholen. Dann wird der Strand wieder für Touristen geöffnet. Allerdings "nur" für täglich 2.000 Besucher, nicht wie bisher für 5.000. Schiffe dürfen ab November auch nicht mehr in der Bucht ankern.

The Beach: Geruch von Sonnencreme und Motoröl

Vor allem die Korallenriffe der Insel leiden unter dem Ansturm von Tauchern, Schnorchlern und Motorbooten. Statt Idylle begegnet man an der Maya Bay dem Geruch von Sonnencreme und Motoröl. 

Obwohl Thailand vom Tourismus abhängig ist, findet in dem beliebten Reiseziel ein Umdenken statt. Nicht nur die Maya Bay soll besser geschützt werden, auch auf der kleinen Insel Ko Similian vor Thailands Westküste sollen nur noch Tagesbesuche erlaubt sein, Übernachtungen hingegen nicht mehr.

Auch die Philippinen reagieren langsam auf die Schäden, die der Massentourismus anrichtet: Der philippinische Präsident Duterte bezeichnete Boracay kürzlich als "Kloake". Nun ist die mehrfach als "schönste Insel der Welt" ausgezeichnete Insel derzeit für Urlauber geschlossen.

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Autor: Nadja Gharany