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Die beste Liga der Welt beginnt bei Null

Die beste Liga der Welt beginnt bei Null

Was war die Freude groß nach dem Weltmeisterschaftstitel der deutschen Nationalmannschaft im Jahr 2014. Die Euphorie ist spätestens seit dem desaströsen Vorrundenaus 2018 verflogen. Auch die Liga beginnt damit bei Null, nicht zuletzt dank des schwachen Abscheidens der meisten Klubs auf internationalem Parkett. Wie wird's 2018/19 enden?

Langweilige Liga muss Geschichte werden

Oft macht die Bundesliga mit farbenreichen Bildern, stimmungsvollen Szenen aus den Stadien und einigen Sonntagsschüssen Werbung für ihr Produkt Bundesliga. Wer sich jedoch mehr als die Sportschau am Samstagabend anschaut wird feststellen, dass dies nur der halben Wahrheit entspricht. Nicht erst 2017/18 gab es unter dem Schnitt viel schwachen und uninspirierten Fußball. Der Serienmeister hieß zuletzt sechsmal in Folge Bayern München und wenn man den Quoten hinsichtlich des Torschützenkönigs Glauben schenken möchte, so wird der Titel abermals nur über Polens Robert Lewandowski führen. Wenn dann die Defensive in den meisten Partien über die Offensive gestellt wird, so führt dies gemeinsam mit der ergebnistechnischen Einseitigkeit unweigerlich zu einem Rückgang der Attraktivität, selbst wenn die Rennen um Europapokal und gegen den Abstieg für Spannung sorgen.

Probleme in Europa

Jener Europapokal erschien vielen Teams zuletzt scheinbar eher als Belastung denn als Chance. Borussia Dortmund scheiterte in der Champions League bereits an den Zyprioten von APOEL Nikosia, Leipzig zog gegenüber Besiktas und Porto den Kürzeren, während sich Hoffenheim gegen – ein zugegeben starkes – Liverpool gar nicht erst qualifizierte. Noch kläglicher waren die Leistungen schließlich in der Europa League, auch von den beiden Champions League Absteigern. Entsprechend sind Veränderungen nötig, nicht zuletzt im Hinblick auf die richtige Mentalität, die lediglich der FC Bayern an den Tag legen konnte. 2018/19 wird dies nicht mehr ausreichen. Vor allem die vier direkten Champions League Startplätze werden bei weiteren schwachen Spielzeiten schon bald wieder weg sein, wenn Frankreich oder Italien fleißig weiterpunkten.

Fokus auf das Wesentliche

Zu viele Diskussionen ranken sich derzeit – nicht nur in Deutschland – um Nebenschauplätze, die den eigentlichen Sport auf dem Platz in Vergessenheit geraten lassen. Doch wer sich mit wem streitet oder wo mal wieder ein "Skandal" lauert, ist für die drei zu vergebenden Punkte unerheblich. Letztendlich müssen es die elf Akteure auf dem Platz richten, ob mit dem nächsten Millionentransfer oder ohne. An dieser Stelle ist jedoch nicht nur der Fußball im Kern gefordert, sondern ebenfalls in seinem immer größer werdenden Umfeld von Fans bis Medien. Ob der Umschwung gelingt und die Liga schon bald wieder salonfähig wird, hängt vom gezeigten Sport ab. Der Trend war negativ, doch scheint dank der schlechten WM endlich hingehört worden zu sein.

Autor: Redaktion